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Sicherheitslücken des Betriebssystems
Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. FTP-Server, WWW-Server) sind bei PCs unter DOS, Windows 3.1x oder OS/2 keine Maßnahmen zur Sicherheit notwendig, da an PCs in der Regel keine Anwendungen gestartet sind, die Kontaktaufnahme von außen akzeptieren. Denn nur dann hat ein Eindringling eine Angriffsmöglichkeit.
Problematischer sind hier schon Unix, Novell Netware, Windows 95, 98, ME,Windows NT oder Windows XP, da hier prinzipiell Zugriff von außen möglich ist, wenn eigene Netzdienste angeboten werden, z. B. die Freigabe der Platte über NFS oder auch Fax-, Modem- oder Druckerserverprogramme. Bei der Wahl eines Serverbetriebssystems sollten daher Sicherheitsaspekte im Vordergrund stehen und nicht die (scheinbar) leichte Bedienbarkeit. So haben beispielsweise Viren bei DOS- oder Windowsrechnern leichtes Spiel, weil sie alle Programme auf der Platte befallen können. Bei Systemen mit Zugriffsrechten für Dateien (Unix, Novell Netware, Windows NT, 2000 und XP etc.) können sie meist nur die Programme eines Benutzers verseuchen.
Je nach System gibt es unterschiedliche Methoden ein System zu manipulieren:
- Trojanische Pferde sind Programme, die einerseits die gewünschte bzw. 'offizielle' Funktion ausführen, aber gleichzeitig vom Manipulateur beabsichtigte Nebenwirkung ausführen.
- Würmer oder Wurmsegmente sind Programme, die sich selbständig über ein Netz verbreiten und auf anderen Rechnern vervielfältigen können.
- Viren sind Programme, die sich in andere Programme hineinkopieren (reproduzieren) und zeit- oder ereignisgesteuert Schäden hervorrufen.
- Logische Bomben sind zusätzliche Programmfunktionen, die vom Programmierer eingebaut werden. Sie treten erst zu einem bestimmten Ereignis zu Tage z. B. werden alle Daten zwei Jahre nach Entlassung des Programmierers gelöscht.
- Trap doors sind Programmfunktionen, die einen nicht autorisierten Zugang zum System ermöglichen. Das muß nicht in böser Absicht geschehen, auch Programmteile, die zur Fehlersuche dienten und dann in der Verkaufsversion nicht entfernt wurden, oder Wartungsaccounts können zu trap doors werden.
- In Netzen gibt es dann noch Formen der Tarnung (z. B. Spoofing), bei der ein Rechner vorspiegelt, ein anderer zu sein. In vielen Betriebssystemen gibt es den Begriff des 'trusted host'. Vereinfacht gesagt sind dies Rechner, denen gegenüber der eigene Rechner 'offen' ist. Tarnt sich ein fremder Rechner als vertrauenswürdiger Host, wird das Eindringen erleichtert.
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